Kirche Mariä Heimsuchung Saltendorf

Kirche Saltendorf 3

Die erste Erwähnung der Ortschaft Saltendorf findet sich um die Jahre [1120-1140] als ein Gotfrid de Saltendorf die Übergabe von Unfreien an das Kloster Prüfening durch Wernher von Premberg bezeugt. Im Jahre 1168 vermacht Pfalzgraf Friedrich anlässlich einer Pilgerfahrt ins Heilige Land das Prädium Saltendorf an das Kloster Ensdorf, sollte er nicht zurückkehren. Im frühen Mittelalter gehört Saltendorf zur Urpfarrei Wiefelsdorf, die 1183 im Besitz des Regensburger Domkapitels aufgeführt wird.

Anfang des 13. Jahrhunderts darf deshalb angenommen werden, dass in Saltendorf eine erste Kirche zu Ehren der Gottesmutter erbaut wurde. Erstmal wird die Kirche Saltendorf 1330 urkundlich erwähnt (BayHStA GU Burglengenfeld 950).

Im Jahre 1368 wird Saltendorf bereits als Wallfahrtsort urkundlich genannt und dürfte die älteste Marienwallfahrt im Altlandkreis Burglengenfeld gewesen sein. Am häufigsten wurde Hilfe am Gnadenort gesucht in schwerer Krankheit und in Kindsnöten, manchmal bei Unfällen, in großen wirtschaftliche Anliegen und bei einigen Brandfällen. Im Pfarrarchiv von Teublitz ist ein Mirakelbuch (Mirakel = Wunder) aus dem Jahr 1716 erhalten. Auch wenn es Lücken in seinen Aufzeichnungen aufzeigt, lässt sich darin gut lesen in welchen Anliegen in Saltendorf gebetet wurde.

Am 21.02.1777 hat Papst Pius VI. der Wallfahrt Saltendorf ein für immer geltendes Ablaßbreve erteilt, wodurch diese wahrscheinlich einen besonderen Auftrieb erhalten haben dürfte.

Kirche Saltendorf Hochaltar 3Heute beschränkt sich die Wallfahrt in Saltendorf a. d. Naab auf Bittgänge aus Nachbarorten, das Bruderschaftsfest, Sonntagsandachten und stille Beter in der Kirche.

Dafür hat die Wallfahrtskirche seit 1978 eine neue Bedeutung gewonnen für das Erlebnis geistlicher Musik in den Saltendorfer Konzerten. So werden seit diesem Jahre jährlich vier Kirchenkonzerte mit Werken von Schubert, Händel, Bach, Telemann u. a. durchgeführt. Seit dem Jahr 1981(1.Konzert) kommen alle 72 Solokantanten von Georg Philipp Telemann anlässlich der 300. Wiederkehr seines Geburtstages und der verwandtschaftlichen Beziehung zu Saltendorf a. d. Naab zur Aufführung. Initiator der Konzerte ist der Teublitzer Organist, Chorleiter und Musikerzieher Norbert Hintermeier.

Bis zum Jahre 1929 war Saltendorf der Pfarrsitz auch für Teublitz und Katzdorf. Erst in diesem Jahre wurde in Teublitz die jetzige Kirche zum Heiligsten Herzen Jesu erbaut und die Pfarrei errichtet. Seitdem ist Saltendorf a. d. Naab eine Expositur und wird seit 1978 von Teublitz aus betreut.

Eine ausführliche Chronik und Beschreibung der Kirche findet sich

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Kirche Saltendorf außen 1

Marienkirche Saltendorf an der Naab