Pfarrei Teublitz028„Den Menschen Orte schenken, an denen sie Kraft schöpfen und auftanken können.“, mit diesen Worten einer Predigt von Michael Hirmer lobte der stellvertretende Teublitzer Bürgermeister Robert Wutz die Errichtung eines Meditationsweges in Saltendorf. „Er verbindet die Franziskuskapelle mit der Marienkirche, und wer weiß, vielleicht können wir den Weg verlängern zu einem spirituellen Weg, der auch die Pfarrkirche in Teublitz mit einbindet.“ Feierlich wurde der Saltendorfer Meditationsweg am ersten Fastensonnten mit einem Kreuzweg eingeweiht.


Die Idee in Gottes schöner Schöpfung zu meditieren reifte vor gut einem Jahr, während es großen ersten Corona-Lockdowns. Als Gottesdienste und Gebet in den Kirchen untersagt war, überlegten sich die Seelsorger der Pfarrgemeinde Herz Jesu, wie sie trotz Lockdown den Menschen nahe sein können. „Zu den Menschen gehen“, lautete die Antwort. „Mit den Meditationsweg laden wir die Menschen ein, beim Spazieren gehen oder beim Sport sich Gedanken über Gott und die Welt zu machen.“, stellte Pfarrer Michael Hirmer das Konzept vor. Dazu sind sieben Marterl entstanden, die zwischen der Franziskuskapelle und der Marienkirche in Saltendorf errichtet wurden. „Das Jahr über werden hier verschiedene Meditations-Reihen zu finden sein.“ Start ist dabei immer die Franziskuskapelle. Am Endpunkt, der Saltendorfer Wallfahrtskirche, können die Meditierenden an einer Klagemauer ihre Gebete und Anliegen auf Zettel schreiben oder eine Kerze vor der Gnadenmutter mit Jesuskind entzünden.

Von den ersten Ideen bis hin zur Umsetzten des Meditationsweges verging fast ein Jahr. „Es sollte ja gut werden.“, lächelt Kirchenpfleger Matthias Obermeier, „also mussten alle technischen aber auch rechtlichen Dinge geklärt werden.“ So galt es Verträge über Haftungsfragen mit den Grundstückeigentümern zu klären. „Dankbar sind für die die Unterstützung der Stadtverwaltung Teublitz und dem Bauhof.“, lobt Pfarrer Michael Hirmer die gute Zusammenarbeit mit der Kommune, „Die Stadt Teublitz stelle nicht nur ihren Grund zu Verfügung sondern half auch bei verkehrsrechtlichen Fragen und führte die Fundamentarbeiten für die Marterl aus.“ Diese sind aus hellem Granit ausgeführt. Steinmetz Thomas Feuerer erstellte den Entwurf für die Bildstöcke und errichtete diese. „Jedes Martel zeigt dabei eine DinA3 große Nische, in welche die wechselnden Meditation-Motive angebracht werden können“, beschreibt der Steinmetz seine Arbeit.

Zu Beginn der Segnung am Nachmittag des ersten Fastensonntags bedankte sich Pfarrer Michael Hirmer nicht nur bei den Grundstückseigentümern und den ausführenden Arbeitern. Sein Vergelt´s Gott galt auch den Sponsoren. Einzelpersonen, Verbände und Institutionen haben die Kosten für die Martel übernommen. Bei strahlendem Sonnenschein versammelten sich coronagerecht über 100 Gläubige, um den ersten Saltendorfer Kreuzweg zu beten. In sieben Stationen wurde dem Leiden Jesu Christi gedacht und dieses dabei immer wieder ins Heute aktualisiert. Die Texte trugen dabei Vorbeter und Lektoren der Gremien und Gruppierungen der Pfarrgemeinde Teublitz vor. Die musikalische Gestaltung übernahm eine Schola des Kirchenchors unter der Leitung von Norbert Hintermeier.

Zum Abschluss des Kreuzweges versammelten sich die Gläubigen um die Saltendorfer Marienkirche. Pfarrer Hirmer bedankte sich für das Gebet und lud gleichzeitig ein, immer wieder bei Meditationsweg vorbei zu schauen, um dort Kraft und Energie fürs Leben zu tanken.

 

Teublitz, 1. Fastendonntag , 21.02.2021