Pfarrei Teublitz035„Der Tag vor der Live-Übertragung wird für alle sehr stressig werden.“, lächelte der Beauftragte der Bayerischen Bischofskonferenz für TV-Produktionen, Msrg. Erwin Albrecht, als er mit dem Team des BR vor einigen Wochen zur Vorbesichtigung in Teublitz war. Und er sollte Recht behalten. Im Stundentakt wurden die Aufgaben laut Produktionsplan abgearbeitet.
Los ging es um 09.00 Uhr mit dem Aufbau der Sendetechnik. Vier Kameras und eine Heerschar von Mikrofonen wurden mit dem Übertragungswagen verbunden. Hunderte von Kabelverbindungen wurden zusammen- und angeschlossen, damit auf dutzenden von Bildschirmen nahezu jeder Winkel der Pfarrkirche einzusehen ist.

Um 12 Uhr wurde es dann erst. Die erste Regie-Besprechung stand an. Regisseur Christoph Engel briefte die Kameraleute. Msrg. Erwin Albrecht und die Leiterin der BR-Redaktion „Religion und Orientierung“, Andrea Kammhuber, ließen in die Bildgebung immer wieder theologische Hintergründe einfließen, damit die „Bild“ den tieferen Verkündigungsauftrag befördern kann. Für den liturgischen Ablauf stand Pfarrer Michael Hirmer Rede und Antwort. „Wir müssen ja schließlich wissen, was wir filmen sollen.“, kommentierte Produktionsleiter Michael Hartinger die Ausführungen des Pfarrers. Mit dabei bei der Regie-Besprechung waren auch die Verantwortlichen für den Bildschnitt, der Bildtechnik, dem Ton, der Grafik und des Untertitels für Hörbehinderte.

Nach der Regie-Besprechung wurden diverse Voraufzeichnungen produziert, die als sogenannte MAZ während der Live-Übertragung eingespielt werden können. So wurden das Taufbecken oder die Marienkapelle aber auch das große Kreuz oder einige Kreuzwegstationen gefilmt. Das Glockengeläut wurde aufgenommen. Mesner Günter Karcher meisterte alle Anfragen des 40köpfigen Produktionsteam zur vollsten Zufriedenheit.
Spannend wurde es dann ab 15.30 Uhr. Hier fand die liturgische Stellprobe statt. Das Zusammenspiel von Regie, Bildführung, Bildschnitt und liturgischem Handeln wurde optimiert. In welche Kamera muss der Pfarrer schauen? Wo stehen die Ministranten, dass es ein gutes Bild gibt? Sind die Lektorinnen gut und verständlich hörbar? Wer sagt wann was? Im Nuh war eine Stunde vergangen und der Soundcheck stand an. Orgel, Chor und Saxophon mussten aufeinander abgestimmt werden.

Schließlich ging es nach 15 Minuten Pause zum Umziehen, wobei Pfarrer Hirmer in der Sakristei noch „verkabelt“ wurde. „Ab sofort hören wir jedes Wort von Ihnen.“, lautete die klare Ansage des Tontechnikers. „Kein Problem, wie haben alles gut geprobt. Jeder weiß, was er zu tun hat.“
Die leider schwach besuchte Vorabendmesse diente um 18.00 Uhr als Generalprobe. „Der Gottesdienst jetzt läuft genauso wie morgen in der Live-Sendung.“, erklärte Msrg. Albrecht den Mitfeiernden. Und es lief hervorragend. Alles passte wie ein Uhrwerk zusammen. „Ein wirklich toller Gottesdienst.“, lobte Regie und Redaktion die ehrenamtlich Engagierten der Pfarrgemeinde.
Nach dem Gottesdienst man sich noch zur Nachbesprechung im Pfarrheim. Hier gab es bis auf drei Kleinigkeiten nichts mehr zu kritisieren, sodass um 20.00 Uhr schon das offizielle Arbeitsende war.

 

 

Teublitz, 24.10.20