Pfarrei Teublitz007Am kommenden Sonntag, 25. Oktober, wird der Sonntagsgottesdienst aus Teublitz live in BR-Fernsehen (Drittes Programm) übertragen. Dass eine Live-Übertragung viel Vorarbeiten benötigt, erlebten die Ministranten, Lektoren und Kommunionhelfer der Pfarrgemeinde Herz Jesu schon eine Woche zuvor, als am Sonntag die erste Probe für den Gottesdienst stattfand.
Ganze 31 Seiten umfasst alleine der „Laufplan“ den die BR-Redaktion mit Msrg. Erwin Albrecht und Pfarrer Michael Hirmer ausarbeitete. „Der Laufplan ist unser Drehbuch.“, erklärt der Pfarrer den 30 in der Pfarrkirche zur Probe erschienenen Akteuren, „hier steht alle drin, das gebetet und gesungen wird und wie wir zur handeln haben.“

Ganze vier Stunden lang arbeiteten Ministranten, Diakon und Kaplan den Regie-Plan ab. Dabei achtete der Pfarrer ganz genau auf die Körperhaltungen. „Es muss gut im Fernsehen ausschauen!“, war dabei das oberste Gebot, „Denn wir leisten einen wichtigen Dienst an den Menschen zuhause, die den Gottesdienst nicht mehr in der Kirche mitfeiern können.“

Gespannt mit Stift und Laupfplan bewaffnet verfolgen auch die Brüder Jonas und Niklas Störtebecker die Probe und die Anweisungen des Pfarrers. „Wir notieren und ganz genau unsere Stickworte, damit wir wissen, wann wir im Einsatz sind.“, erklärt Niklas, „denn bei der Live-Sendung kann uns ja niemand ein Zeichen geben.“
Die große Herausforderung für alle Beteiligten sind die Vorgaben des Bayerischen Rundfunks. „Wir haben genau 50 Minuten, nicht mehr und nicht weniger!“, lautet die große Überschrift über die zeitlichen Planungen.
Eine erste Gesamtprobe wird es deshalb am Mittwoch geben. „Hier wird sich zeigen, ob wir im Plan sind oder nicht.“, lächelt der Pfarrer zuversichtlich. Denn dann werden alle Details zusammen gefügt. Neben den Ministranten, Lektoren und Kommunionhelfern kommen dann noch die Sängerinnen und Sänger des Kirchenchores hinzu. „Dann werden an die 70 ehrenamtliche Engagierte wie ein Uhrwerk zur Ehre Gottes zusammenwirken."

Richtig stressig wird es dann ab Freitag. „Hier rollen dann die LKW des BR zum Aufbau an.“, freut sich Mesner Günter Karcher, der den technischen Ablauf mit der Produktions-Firma koordiniert. Der Samstagnachmittag wird reserviert sein für weitere Proben mit und vor der Kamera. Die Vorabendmesse am Samstag gilt gleichzeitig als Generalprobe und wird schon durch den BR mitgeschnitten. Doch wirklich spannend wird es dann am 25. Oktober, wenn um Punkt 10 Uhr das rote Licht der Live-Übertragung in der Pfarrkirche angehen wird.

 

Teublitz, 18. Okt´20