Pfarrei Teublitz033Die 76. Gelöbniswallfahrt der Pfarrgemeinden Teublitz und Katzdorf stand im Jahr 2020 unter dem großen Vorzeichen der Corona-Pandemie. Nur unter strengen Auflagen genehmigte das Landratsamt Schwandorf die diesjährige Wallfahrt am 17. Mai, die wieder zur Gottesmutter vom Kreuzberg in Schwandorf führte. Die durften heuer nur 50 vermummte Gläubige stellvertretend für die Menschen von Teublitz deren Gebete und Anliegen zur Gnadenmutter Maria tragen.

„Mir war gleich zu Beginn der Corona-Krise klar, dass diese 76. Gelöbniswallfahrt nicht ausfallen wird.“, blick Pfarrer Michael Hirmer zurück, „In Absprache mit Pfarrer P. Sijo von Katzdorf war schnell klar, dass wir notfalls alleine die Gebete der Gläubigen zur Gottesmutter auf den Kreuzberg tragen werden.“ So wurden schon Wochen vorher in den Pfarrgemeinden der Stadt Teublitz Zettel verteilt, welche die Menschen einluden ihre Anliegen, Sorgen und Nöte auf Zettel zu schreiben. Einige Dutzend Gebetsanliegen wurden so von den Geistlichen, Pfarrer Hirmer, Pfarrer P. Sijo und Pfarrvikar P. John nach Schwandorf gebracht. „Dass dennoch 50 Gläubige mitgehen durften, war uns eine große Freude.“, so die drei Priester.

Um 4.15 Uhr trafen sich 45 Pilger mit Nasen-Mund-Schutz auf dem Teublitzer Marktplatz. Weitere fünf Wallfahrer kamen in Katzdorf dazu. Die Regeln des Landratsamtes waren dabei klar: „Bitte einen Abstand von zwei Meter halten.“, lauteten immer wieder die Durchsagen auch während der Wallfahrt. Der Pilgermarsch war dieses Jahr von vielen Marienliedern geprägt. Nachdem es den Wallfahrern nicht erlaubt war zu singen, übernahm dies Pfarrer Hirmer mit Hilfe eines Lautsprechers. Die Patern Sijo und John trugen immer wieder Abschnitte aus den Evangelien vor und meditieren gemeinsam mit Vorbetern den Rosenkranz. Höhepunkte des gut dreistündigen Fußmarsches entlang der alten B15 waren die vielen Gebetsanliegen, welche die Gläubigen den Pilgern auf den Weg gaben. Immer wieder wurden diese vorgelesen. Wunderschön stimmte die ganze Schöpfung in das Gebet der Pilger aus Teublitz und Katzdorf mit ein. Der Sonnenaufgang, die Nebelfelder und der Gesang der Vögel war ein ganz besonderer Lobpreis Gottes.

Auf dem Kreuzberg angekommen, wurden die Wallfhahrer mit dem Lied „Großer Gott wir loben dich“ empfangen, das Kirchenmusiker Norbert Hintermeier mit der Orgel anstimmte. Dem Gottesdienst stand Pfarrer P. Sijo vor, der sich bei allen Pilgern herzlich bedankte. Besonders war die Kirchenmusik. Dem Corona-Bedingungen geschuldet sang eine kleine Schola des Teublitzer Kirchenchores. Immer wieder konnten dabei die Gläubigen mit Liedrufen in die Gesänge einstimmen. Am Ende des Gottesdienstes gab Pfarrer Pater Sijo seiner Hoffnung Ausdruck, dass zur 77. Gelöbniswallfahrt wieder mehr Pilger mitgehen dürfen.


Teublitz, Katzdorf, Schwandorf, 17.05.20