Pfarrei Teublitz 2056Ein großer Erfolg war der erste Neujahresempfang der Pfarrgemeinde Herz Jesu Teublitz. „Wir wollen uns als Christen in der Öffentlichkeit zeigen und Teil einer aktiven Bürgergesellschaft sein.“, definiert Pfarrgemeinderatssprecher Georg Niederalt die Idee, die hinter dem Empfang steht. Zum Neujahresempfang wurde deshalb nicht nur aktive Christen aus der Pfarrgemeinde eingeladen, sondern auch alle Teublitzer Vereine und öffentliche Einrichtungen.

In seiner spontanen Art ließ Pfarrer Michael Hirmer die zahlreich erschienenen Vereine sich auch gleich selbst vorstellen. Denn nahezu 20 Vereinen und Parteien hatten Abordnungen zum Neujahresempfang geschickt. Hinzu kamen noch viele Interessierte, so dass der Pfarrsaal die Menschen kaum fassen konnte. Besonders begrüßte Pfarrer Michael Hirmer den neuen Nachbarpfarrer aus Katzdorf, Pater Sijo Maliyekkal, sowie das Teublitzer Seelsorgeteam mit P. John und Diakon Heinrich Neumüller.

Einen Rückblick der besonderen Art auf das Jahr 2019 zeigte Pfarrgemeinderatssprecher Georg Niederalt. Von den zwei Veranstaltungen, die durchschnittlich im Raum der Pfarrgemeinde täglich stattfinden, konnte Niederalt nur einige exemplarisch darstellen. Immer wieder betonte der Pfarrgemeinderatssprecher, dass es der Pfarrgemeinde wichtig sein, Herzen zu bilden und ein neue tiefere Gesellschaft durch den Glauben zu formen. Höhepunkte des vergangenen Jahres waren so die 75. Friedenswallfahrt nach Schwandorf, der kürzlich an Weihnachten live übertragene Rundfunkgottesdienst, der Dekanatsjahrestag oder die 72-Stunden-Aktion der Jugend. Nicht zu vergessen seien, die vielen spirituellen Punkte, wie das Frauentragen oder die feierlichen Gottesdienste, die weit über Teublitz hinaus geschätzt werden.

Zur Aufheiterung trugen die Sängerinnen des Gemeindechores bei. Im Jahr 2004 gegründet, singt er auch heute noch bei vielen Gottesdiensten. Seit 2017 wird der Gemeindechor durch eine Gitarrengruppe unterstützt.
Mit dem katholischen Kinderhaus Herz Jesu gibt es innerhalb der Pfarrgemeinde Teublitz einen Ort, „wo Kinder noch Kind sein dürfen“. Kinderhausleiterin Helga Schmid stellte das Konzept des Kinderhaues vor, in dem christliche Werte gelebt und so an die Kinder weiter gegeben werden. Auch die Familienkreise der Kolpingsfamilie Teublitz sind ein Ort gelebter Gemeinschaft. Tanja Emmert stellte die Entwicklung ihres Familienkreises vor: „Früher haben wir viel mit unseren Kindern unternommen. Jetzt sind die Kinder außer Haus und wir sind zu einem Freundeskreis zusammen gewachsen.“
Nachdenklich wurde es als Fine Winkler und Michaela Müllner einen pastoralen Schwerpunkt der Pfarrei vorstellten: „Uns ist wichtig Menschen beim Tod eines lieben Angehörigen zu begleiten.“ Fine Winkler erzählte, wie heilsam es war bei der „Aussegnung am Sterbebett“ Abschied von ihrem Mann nehmen zu können: „Der Pfarrer hat uns eingeladen, dass wir uns zu Hause bei meinem Mann versammeln. Mit der Familie haben wir gemeinsam gebetet und hatte Zeit zu Abschied zu nehmen.“ Das Projekt „Trauer-Café“ des Frauenbundes stellte Michaela Müllner vor. Die ausgebildete Trauerbegleiterin lädt alle sechs Woche Frauen zu einem besonderen Kaffeekränzchen ein. „Wir können im vertrauten Kreis aussprechen, wie es uns geht: Miteinander weinen aber auch wieder lachen.“ Geistliche Impulse und Gedankten helfen in der Trauer. Auch der monatlich stattfindende Gottesdienst für Trauernde ist eine Möglichkeit seiner Trauer Ausdruck zu geben.

Den Abschluss des offiziellen Teils des Neujahrsempfangs bildeten der Segens des Pfarrers und ein Friedenslied des Gemeindechores, bei dem sich alle an den Händen fassten. Doch noch lange blieben die Gäste im Pfarrsaal zusammen, unterhielten sich und genossen das große Buffet, das die fleißigen Mitglieder des Pfarrgemeinderates hergerichtet hatten.

Pfarrei Teublitz 2004Am Ende gab es sogar noch ein gemeinsames Gruppenfoto politischer Parteien, die bald bei der Kommunalwahl um die Gunst der Wähler streiten werden. So zeigt sich, dass in Herz Jesu Teublitz alle Menschen eine Heimat finden können.

 

Teublitz, 11. Jan´20

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