Pfarrei Teublitz 072Vier Stunden dauerte die Busfahrt von Delhi nach Agra. Und das dieses Mal ganz ohne Stau und fast kein Gehupe. In der alten Mogulen-Hauptstadt angekommen feierte die Pilgergruppe in der dortigen Pfarrkirche Eucharistie. Wie auch in Teublitz wurde das Kirchweihfest begangen. Dass unsere Kirche katholisch, das heißt übersetzt allumfassend ist, zeigte sich bei der Gottesdienstgemeinde. Ein Priester aus Bayern und einer aus Kerala feierten mit Ordensfrauen aus Nordindien und der Teublitzer Pilgergruppe in Deutsch und Englisch Gottesdienst. Passend dazu die Kirchweihpredigt von Pfarrer Hirmer, der auf die Kirche als lebendiges Haus Gottes anspielte.

Zurück im Bus gab es erst einmal großen Applaus. Zunächst einmal für den Busfahrer, der scheinbar unmögliches schafft, blickt man auf den indischen Verkehr. Dann gab es auch ein großes Dankeschön für den Bus-Service und den Fremdenführer, der perfekt Deutsch spricht.

Von der Kirche ging es ins Rote Fort von Agra, das drei muslimische Herrscher, Mogule genannt, im 16. Jh. als Festung und Palast erbauen ließen. Von dort aus konnte man schon das große weiße Grabmal, das der fünfte Mogul für seine unendlich geliebte Frau aus weißem Marmor erbauen ließ (dazu aber morgen mehr). Wie dieses Wunderwerk der Symmetrie entstand konnten die Teublitzer bei einem Bühnenstück ala „Bollywood“ erfahren. Und weil das Stück ala Bollywood war, bestach es weniger durch historische Fakten als durch prächtige Kostüme, schmalzige Dialoge und opulente Tanzeinlagen.
Vorher wurde aber noch eine Fabrikation besichtigt, in der wertvolle Steineinlegearbeiten gefertigt werden. Von der harten wie auch unglaublich filigranen Arbeit konnte man sich selbst überzeugen.

Nach dem Theaterstück ging es mit dem Bus zurück ins wieder einmal tolle Hotel. Die Fahrt nützen Pfarrer und Vikar zum Abendgebet mit der Gruppe.

 

Delhi, Agra 20. Okt´19