Pfarrei Teublitz 001Anfang August machte sich der Kirchenchor Teublitz auf die Reise zu österreichischen Klöstern. Die große Anzahl davon lässt häufig auch das Wortspiel „Klösterreich“ zu. Mit dem Benediktinerstift Kremsmünster lernte der Teublitzer Chor eines der größten Klöster Österreichs kennen. Nach dem Mittagessen im „Stiftsschank“ wurde die sehenswerte Führung durch den Kaisersaal, der Bildergalerie, der Rüstkammer und dem Kaiserzimmer mit dem weltberühmten Tassilokelch unternommen. Besonders beeindruckend war die großartige Bibliothek, wo auch ein Manuskript von Anton Bruckner aus seinem „Te Deum“ bewundert werden konnte.


Man erhielt auch viele Eindrücke aus dem Klosterleben, so werden dort 26 Pfarreien betreut, ein Gymnasium geführt und auch Forschungsstätten beherbergt. Dieses Kloster aus dem Jahre 777 ist geprägt von der benediktinischen Spiritualität des Betens, Arbeitens und der geistlichen Lesung getreu dem Motto: „ora – labora – lege“. In der Stiftskirche sang der Chor das „Vater unser“ und „Salve Regina“ ehe es weiterging in das 15 Kilometer entfernte Zisterzienserstift Schlierbach. Nachdem das Hotel bezogen war, machte man sich auf zur Klosterkirche, um mit dem Stiftsorganisten Prof. Wolfgang Mitterschiffthaler für das Konventamt am Sonntag zu proben. Die sehr harmonisch verlaufende Chorprobe ließ schon Freude für den Gottesdienst aufkommen, der am Sonntag mit Abt Nikolaus Thiel und den Mönchen gefeiert wurde. Bereits auf der Empore empfing dort Abt Nikolaus die Chormitglieder und Kirchenmusiker Norbert Hintermeier. Den Gottesdienst gestalteten die Teublitzer Sängerinnen und Sänger in guter sängerischen Besetzung mit der Choralmesse „Missa de Angelis“ in der Bearbeitung von Norbert Hintermeier. Auch Chorsätze, abwechselnd zwischen Chor- und Gemeindegesang mit Liedsätzen des Teublitzer Kirchenmusikers wurden dargeboten. Mit weiteren Chorwerken, u.a. von Wolfgang Amadeus Mozart und Jean Francois Dandrieu, wurde der Gottesdienst festlich mitgefeiert, dass am Ende sogar die Kirchenbesucher, Abt und Mönche den Teublitzern Applaus spendeten. Auch das Stift Schlierbach und seine Einrichtungen wurden noch näher erkundet und betrachtet. Nach der Orgelvorstellung durch den Stiftsorganisten Mitterschiffthaler, führte Pater Stephan durch das Zisterzienserkloster, in dem noch 27 Mönche leben. Neben der hochbarocken Klosterkirche beeindruckte den Chormitgliedern der wunderbare Kreuzgang mit der „Schlierbacher Madonna“ aus dem 14. Jahrhundert. Diese überlebensgroße Madonna zählt zu den schönsten Madonnendarstellungen des Landes. Nach einem Besuch in der Klosterbibliothek gab Pater Stephan auch Einblicke in die Käseherstellung, die dort sehr bekannt ist. Mit Videofilmen wurden vor allem die Produktion, der Vertrieb und die Bedeutung dieses Betriebes deutlich gemacht.

Am Nachmittag wurde die Rückreise mit einem Abstecher in das Salzkammergut angetreten. Im etwa 30 km entfernten Gmunden wurde noch eine „Schlösserfahrt“ auf dem Traunsee mitgemacht, ehe man wieder in die Heimat zurückkehrte.

Kermsmünster, 03./04.. Aug ´19