Pfarrei Teublitz 007Das Dekanat Schwandorf ist nicht nur eine Arbeits- und Verwaltungseinheit der Diözese Regensburg im südlichen Naabtal, sondern vielmehr ein lebendige Gemeinschaft engagierter Christinnen und Christen. Die gute Gemeinschaft zeigte sich einmal mehr beim Ausflug des Dekanats Schwandorf nach Waldsassen und Falkenberg. So zog es über 50 Pfarrer, pastorale Mitarbeiter, Pfarrsekretärinnen, Mesner, ehrenamtliche Mitarbeiter in Pfarrgemeinderat oder Kirchenverwaltung und auch Kirchenmusiker an einem sonnigen Mittwoch Anfang Juni in den Norden des Bistums Regensburg.

 

 

Schon lange hatten Dekan Hans Amann und Pastoralreferent Alfred Gassner ein ansprechendes Programm ausgearbeitet. Zunächst stand das wunderschön im romantischen Waldnaabtal gelegene Bildungs- und Exerzitienhaus Johannisthal auf dem Programm. Der Direktor des Hauses, Regionaldekan Manfred Strigl, führte die Gruppe durch das erst vor einigen Jahre neue renovierte und neu konzipierte Bildungshaus. In der von den Star-Architekten Brückner & Brückner gestalteten Hauskirche betete und sang man gemeinsam zum Lobe Gottes. Besondere Freue hatte dabei Dekanatskirchenmusiker Norbert Hintermeier, der die Vleugels-Orgel mit samt Harmonium-Register spielen durfte. Beim Spaziergang um das Haus verdeutlichte Direktor Strigl das inhaltliche wie architektonische Konzept des Haues. Nach der Kaffeepause chauffierte Pfarrer Michael Hirmer die Gruppe im Reisebus ins nahegelegene Falkenberg.

In Falkenberg angekommen begrüßte Bürgermeister Herbert Bauer die Abordnung aus dem Dekanat Schwandorf. In zwei Kleingruppen führten er selbst und ein weiterer Fremdenführer durch das Schmuckstück von Falkenberg. Das neu renovierte und revitalisierte Schloss thront hoch oben auf einer imposanten Felsformation und dominiert das Ortsbild schon von weitem. In der Burg begegneten die Gäste dem alten Burgherren, der für die jüngste Geschichte Deutschlands eine nicht unwichtige Rolle spielte. Der Diplomat Graf Friedrich Werner Graf von der Schulenburg, der die Burg Anfang der 30 Jahre kaufte und sie umfänglich wieder aufbaute, war als Botschafter des Dritten Reiches in Moskau maßgeblich am Hitler-Stalin-Pakt beteiligt. Jedoch konnte er der Ideologie des Nationalsozialismus nie etwas abgewinnen und wurde zum Gegner des Regimes. Er war schließlich mit beteiligt am Umsturzversuch unter Oberst Graf von Stauffenberg. Schulenburg hätte bei geglücktem Attentat auf Hitler das Amt des Außenministers übernehmen sollen. So gab er sein Leben im Kampf gegen die Tyrannei.

Etwas leichter ging es dann beim nächsten Programmpunkt zu, welches in die Seele von Falkenberg führte: Ins Kommun-Brauhaus, in dem das berühmte Zoigl-Bier gebraut wird. Hier wurde über die altehrwürdigen Brauanlagen aus dem Jahre 1880 gestaunt. Nach einer Bierverkostung ging es hinüber in die Pfarrkirche von Falkenberg, in welcher der Wackersdorfer Pfarrer Pater Stephan zuvor als Vikar wirkte. Nach eine Kirchenführung wurde zum Heiligen Geist gebetet. Am Ende einen schönen Tages kehrte die Gruppe um Dekan Hans Amann noch im altehrwürdigen Gasthaus Roter Ochse ein. Die Gastwirtschaft blickt auf eine Tradition bis ins 13. Jahrhundert zurück.

Am Ende eines wundervollen Tages bedankte sich der Dekan bei allen, die zum Gelingen des Dekanatsausfluges beigetragen haben.

Windischeschenbach & Falkenberg, 05. Juni ´19