Pfarrei Teublitz 04Zu einem „Gruppenfoto mit Dame“ versammelten sich die neuen Teublitzer Ministranten bei ihrer ersten Gruppenstunde. Denn von neun neuen „Minis“ sind acht Jungs. „Das macht mir nichts, dass ich das einzige Mädchen bin.“, lächelt die neunjährige Sarah, „Da setze ich mich schon durch.“
Für Pfarrer Michael Hirmer ist es sowieso nicht so wichtig, ob es Mädchen oder Jungs sind, die demnächst den Dienst am Altar übernehmen werden. „Ich freue mich, dass von 15 Teublitzer Erstkommunionkindern neun als Ministranten anfangen. Jetzt sind wir wieder knapp 100 Kinder und Jugendliche, die sich als Ministranten in Teublitz und Saltendorf engagieren.“

 

Dass sie ein Teil einer großen Gemeinschaft werden, ist den neun Neuen schon klar gewesen. „Mein großer Bruder hat mir schon erzählt, was die Ministranten so alles machen.“, erzählt Max ganz aufgeregt. Neben dem Dienst in der Liturgie und den wöchentlichen Gruppenstunden warten auf die Minis ein großes Programm und viele weitere Angebote. „Ich freue mich schon auf das Wochenende in Grimmerthal.“, freut sich Luis, „Der Pfarrer hat uns Bilder gezeigt und auch unsere Gruppenleiter wollen da alle mitfahren.“ Das Wochenende zum Schuljahresbeginn soll die Gemeinschaft unter den jüngeren Ministranten stärken und vor allem die oft beschworenen „Soft Skills und Werte“ fördern. Denn hinter der Teublitzer Ministrantenpastoral steckt ein anspruchsvolles System, das der Pfarrer wie folgt beschreibt: „Jugendliche führen Jugendliche! Das Tolle an unseren Ministranten ist die Gemeinschaft. Gleichaltrige treffen sich regelmäßig mit ihren Gruppenleitern.“ Und der Pfarrer erklärt weiter: „Bei den Ministranten braucht niemand etwas zu leisten oder in einer Disziplin besonders gut zu sein. Kinder und Jugendliche können sich entwickeln ohne den üblichen Leistungsdruck. Deshalb wird unsere Gemeinschaft auch als so wohltuend von Kindern und Jugendlichen wahrgenommen.“

Wie wohltuend die Gemeinschaft der Ministranten den Kindern ist, zeigte sich bei der ersten Gruppenstunde. Voller Begeisterung stürmten die neun Neue in die Sakristei, um mit Hilfe ihrer Gruppenleiter das Ministrantengewand anzuziehen. Für Raphael Kirschneck, Jonas Störtebecker, Sophie Müllner und Lea Götz war es eine Ehrensache sich als Gruppenleiter zur Verfügung zu stellen. „Es ist für mich eine besondere Aufgabe, für die Ministranten Verantwortung zu übernehmen.“, sagt Jonas. „Auf diese Aufgabe haben wir uns schon länger Vorbereitet.“, fällt Lea ins Wort, „Und auch in Zukunft werden wir uns auf Gruppenleiterkursen weiter fortbilden."

Einen Namen hat sich die Gruppe auch schon geben, berichtet Gruppenleiter Raphael. „Der heilige Erzengel Gabriel ist unser Namenspatron, weil er Gottes Wort an Maria verkündet hat und Jesus so Mensch wurde.“ Und genau das dürfte wohl die wichtigste Aufgabe von kirchlicher Jugendpastoral sein: Die Freude an Gottes Botschaft den Kindern weiter zu schenken.

 

Teublitiz, 16. Mai ´19