Pfarrei Teublitz 030Der Christmette um 19.00 Uhr in Saltendorf stand Pfarrer Michael Hirmer mit P. John und Diakon Heinrich Neumüller vor. Die altehrwürdige Saltendorfer Marienkirche präsentierte sich im weihnachtlichen Schmuck. „Die Gläubigen schätzen diese Christmette, weil sie selbst die schönen Weihnachtslieder singen können und diese Kirche einfach so romantisch wirkt,“ erklärt uns Pfarrer Hirmer das rege Interesse an der Christmette in Saltendorf, die drückend voll mit Gläubigen war.

Bei der feierlichen Christmette um 21.30 Uhr in der Pfarrkirche Herz Jesu beeindruckte einmal mehr die Teublitzer Kirchenmusik. Kirchenmusiker Norbert Hintermeier bot neben dem Kirchenchor auch ein Streichorchester mit mehreren Instrumenten auf. Das weltberühmte Weihnachtslied „Heilige Nacht“, wurde von Hintermeier extra für das Ensemble arrangiert und begeisterte die Gottesdienstbesucher.

Der Kirchenchor, begleitet von Instrumentalisten aus den Städtedreieck, sang die „Missa brevis“ von Maximilian Stadler, einem Freund und Zeitgenossen von Wolfgang Amadeus Mozart. Als Chorsätze erklangen „Quem pastores“ von Carl Loewe und „Heilige Nacht“ von Johann Friedrich Reichardt. Auch wurde dabei das bekannte “Transeamus usque Bethlehem“ von Joseph Schnabel dargeboten. Bei der Kommunionausteilung wurde die Partita „Menschen, die ihr wart verloren“ für Flöte, Orgel, Gemeinde und Orgel von Norbert Hintermeier musiziert. Ferner erklang Pastoralmusik für Streicher und Orgel.

Gewohnt spritzig predigte in der Christmette Pfarrer Michael Hirmer der frei vor den Gläubigen stehend die Frage stellte: „Was denkt wohl Gott von uns? Was denkt er von der Menschheit und auch über dein persönlichen Leben.“ Bezugnehmend auf eine Video-Botschaft des deutschen Astronauten Alexander Gerst, in der er sich bei seinen Enkelkindern für die Fehler unserer Generation entschuldigt, meinte der Pfarrer: „Auch Gott schickt uns seine Botschaft. Er schickt uns kein Video. Vielmehr sendet er uns seinen Sohn.“ Dabei nahm der Pfarrer das Christkind aus der Krippe und zeigte es den Gottesdienstbesuchern. „Ein Kind! Ist das nicht eine Botschaft voller Hoffnung. In seinem Sohn Jesus Christus habe Gott den Menschen gezeigt, dass sie keine Angst haben brauchen, füreinander zu leben und einander zu lieben.“

Am Ende der Christmette zauberten die Teublitzer Geistlichen den Gläubigen noch ein Lächeln auf die Lippen: „In Indien, der Heimat von Pater John, ist es nach dem Gottesdienst der Bauch, das Christkind zu küssen,“ meinte Pfarrer Hirmer und fügte lächelnd hinzu: „Wir Oberpfälzer haben es mit Küssen nicht so. Deshalb brauchen sie das Christkind nicht zu küssen. Aber berühren Sie es beim Hinausgehen und tragen so den weihnachtlichen Frieden in unsere Welt hinaus!“

Nach der Mette trafen sich die Kirchenbesucher im Pfarrheimgarten, um die Heilige Nacht mit Glühwein, gespendet von Bürgermeisterin Maria Steger, ausklingen zu lassen. Das Hornquartett der Blaskapelle Teublitz erfreute dabei mit weihnachtlichen Weisen.

 

 

Teublitz, 24. Dez´18

 

Am 1. Weihnachtsfeiertag bot der Kirchenchor in der Pfarrkirche weihnachtliche Chor- und Liedsätze von u.a. Michael Praetorius („Es ist ein` Ros` entsprungen“), Carl Thiel („Adeste fideles“), Ernst Ehret („Vom Himmel hoch“), Heinrich Fidelis Müller („Zu Betlehem geboren“) und Karl Norbert Schmid („O du fröhliche“) dar. Diese Weihnachtslieder werden zum Teil im Wechsel mit der Gemeinde gesungen.

 

Am 2. Weihnachtsfeiertag, dem Fest des hl. Stephanus, wurde auch in diesem Jahr traditionsgemäß in der Marienkirche in Saltendorf die sog. „Christkindlmeß“ von Fritz Morgenschweis und Adolf Eichenseer, nach altbayerischen Weihnachtsliedern, vom Kirchenchor zusammen mit einer Instrumentalgruppe des Chores musiziert. Ferner erklangen altbayerische Orgelpastorellen. Der anschließend Familiengottesdienst mit Kindersegnung wurde gesanglich und musikalisch von der Gruppe „DoReMi“ gestaltet.